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28.08.2019

Personenzentrierte Zukunftsplanung

Sonja Pastleitner ist seit 2003 Kundin im Wohnhaus des Hofes Feichtlgut. Derzeit ist sie in Vorbereitung auf das Begleitete Wohnen in Pinsdorf. Sonja hat viele Träume, Wünsche und Visionen - so wie jeder Mensch der mitten im Leben steht.

 

Personenzentrierte Zukunftsplanung

Seit zwei Jahren beschäftigt sich das Wohnhaus des Hofes Feichtlgut intensiv mit dem System der „Personenzentrierten Zukunftsplanung“. Diese Methode löst derzeit immer mehr das (in die Jahre gekommene) Modell der klassischen Zielplanung ab. Hier standen oftmals die Wünsche von Angehörigen und Begleitern im Vordergrund (z.B. Schuhbänder binden lernen), die dem Bewohner oder der Bewohnerin übergestülpt wurden.

 

Focus auf Kundinnen und Kunden

Die Personenzentrierte Zukunftsplanung ist ganzheitlich, rückt ausschließlichen den Kunden oder die Kundin in den Mittelpunkt und findet - nach diversen Vorarbeiten - an einem etwa halb- bis ganztägigen Termin statt. Man nimmt sich dabei ausreichend Zeit und geht mit System und viel Empathie vor.

 

Zukunftsfest und Helferkreis

Der Veranstaltungsrahmen dazu ist das so genannte „Zukunftsfest“. Zu diesem Fest können und sollen Angehörige, Begleiterinnen und Begleiter, aber auch Freundeskreis, Arbeitskolleginnen und -kollegen der Kundin bzw. des Kunden, sowie wichtige Personen (Bürgermeister, Einrichtungsleiter, externe Dienstleister, …) eingeladen werden. Die Gäste beteiligen sich dabei an einem Helferkreis. Dieser soll im Idealfall den Kunden oder die Kundin dabei unterstützten, die Träume und Wünsche zu realisieren.

 

Wünsche wurden visualisiert

Sonjas Zukunftsfest fand im ehemaligen Ohlsdorfer Altersheim statt und war sehr spannend. Moderiert wurde die Zukunftsplanung von Wohnhausleiter DBP Peter Grundner, der dazu eine eigene Ausbildung für die entsprechende Moderation und Leitung absolviert hat. Sonjas Bezugsbegleiterinnen Melanie Huemer und Daniela Gratzer leisteten tolle organisatorische Vorarbeit, ebenso wie Eva Maringer in der unmittelbaren Vorbereitung mit Sonja. Dabei gelang es Eva, die Träume und Wünsche von Sonja auf Plakaten mittels Zeichnungen zu visualisieren. Neben ihren Wünschen war wichtig, die Stärken von Sonja klar herauszufinden. In einem Zeitplan wurde festgelegt bis wann welche Träume von Sonja in Erfüllung gehen sollen und wer sie dabei unterstützt.

 

Erster Traum umgehend erfüllt

Gleich am Abend nach dem Fest - einer lauen Sommernacht - wurde Sonjas erster Traum erfüllt: „Ich will unter dem Sternenhimmel schlafen“. Die diensthabende Begleiterin Elisabeth Graml und ihr Kollege Clemens Offenberger platzierten dazu Sonjas Matratze samt Bettzeug bequem auf dem Balkon ihres Wohnhaus Zimmers. Auch wenn Sonja nach einer guten Stunde genug vom Sternenhimmel hatte und sich wieder in ihr Bett kuschelte, war es einer der ersten Träume, die ermöglicht wurden. Weitere Realisierungen stehen demnächst bevor.

 

 

„Arbeite nicht an mir - arbeite mit mir“

Ein wesentlicher Zugang in der Personenzentrierten Zukunftsplanung ist das „Plädoyer für Unterstützung“ eines unbekannten Verfassers, das sich in allen Lehrbüchern zu diesem Thema findet. Dieses Plädoyer wurde von Stefan Doose, dem Pionier für Zukunftsplanung in unseren Breitengraden, ins Deutsche übersetzt. Die wohl schönste Stelle darin lautet: „Arbeite nicht an mir, arbeite mit mir.“ - dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

 

 

Hier kann die vollständige Übersetzung des "Plädoyers für Unterstützung" nachgelesen werden.

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Letzte Änderung: 12.11.2019

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